Mit Fichte und Moos gebraut: Dieses Bier fällt aus der Reihe

Waldbier
Waldbier-Edition 2026 „Fichte & Moos“ und mit „Astrein“ erstmals auch alkoholfreies Waldbier (Foto: oebf/Astrid Bartl)

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ÖSTERREICH. Wie schmeckt eigentlich ein Wald? Fichtenwipferl, Moos, Waldhonig und Holunder sorgen 2026 für zwei außergewöhnliche Bierkreationen – eine davon kommt erstmals ohne Alkohol aus.

Waldhonig im Bier klingt noch vertraut, bei Moos dürfte so mancher zweimal hinschauen. Genau diese ungewöhnlichen Zutaten spielen bei den neuen Waldbieren 2026 eine Hauptrolle. Braumeister Axel Kiesbye und die Österreichischen Bundesforste bringen mit „Fichte & Moos“ eine neue Jahrgangsedition heraus. Gleichzeitig feiert mit „Astrein“ das erste alkoholfreie Waldbier Premiere.

Fichtenwipferl und Moos werden von Hand gesammelt

Für die mittlerweile 16. Edition wurden die Zutaten nicht einfach bestellt. Rund zwölf Kilogramm junge Fichtenwipferl und zwei Kilogramm Haarmützenmoos sammelte das Team im Frühjahr von Hand in einem Bergwald bei Bruck an der Glocknerstraße im Salzburger Pinzgau.

Das Ergebnis soll auch geschmacklich an einen Spaziergang durch den Wald erinnern. Die Fichtenwipferl bringen harzig-nussige Aromen, das Haarmützenmoos leicht bittere Noten ins Bier. Dazu treffen Karamellmalz und fruchtiger Calypso-Hopfen. „Fichte & Moos“ hat 6,5 Volumenprozent Alkohol und kann über mehrere Jahre weiterreifen.

Waldgenuss funktioniert jetzt auch ohne Alkohol

Eine echte Premiere gibt es mit „Astrein“. Erstmals seit dem Start des Waldbiers im Jahr 2011 erscheint eine alkoholfreie Variante mit weniger als 0,5 Volumenprozent.

Dafür kombiniert Kiesbye Fichtenwipferl mit Holunderblüten und Waldhonig. Zitrone bringt zusätzliche Frische ins Spiel, ein Hauch Marzipan rundet das Aromaprofil ab. Die verwendeten Waldzutaten stammen aus Bundesforste-Revieren in Oberösterreich und im Salzburger Pinzgau.

„Wir wollten keinen Ersatz für unsere klassische Jahrgangsedition schaffen, sondern ein Bier mit einem ganz eigenen Geschmacksprofil“, sagt Kiesbye.

Eingebraut wurde „Astrein“ in der Golser Brauerei im Burgenland, die Abfüllung erfolgte in der Brauerei Ried in Oberösterreich. Die beiden neuen Kreationen sind im ausgewählten Fachhandel und online erhältlich.

Ein Beitrag von Thomas Leitner