SALZBURG. Ein ehemaliges Polizeipferd aus München sorgt bei Gut Aiderbichl für einen besonderen Meilenstein: Sergeant ist das 10.000. Tier, das die Tierschutzgemeinschaft gerettet hat.
25 Jahre nach der Gründung hat Gut Aiderbichl eine besondere Marke erreicht. Mit Sergeant zog nun das 10.000. gerettete Tier bei der Tierschutzgemeinschaft ein. Der Wallach war zuvor Polizeipferd bei der Reiterstaffel in München.
Sergeant kam aufgrund einer chronischen Lahmheit am rechten Bein nach Henndorf bei Salzburg. Dort soll der ehemalige vierbeinige Polizist nun dauerhaft versorgt werden. Er ist eines von mehr als 600 Pferden, die derzeit bei Gut Aiderbichl leben.
Vom Polizeidienst nach Henndorf
Für Gut Aiderbichl ist die Aufnahme des Pferdes gleichzeitig ein Symbol für die Entwicklung der vergangenen 25 Jahre. Was mit einzelnen Tierrettungen begann, hat inzwischen eine Dimension erreicht, die sich auch an den aktuellen Zahlen ablesen lässt.
Mehr als 10.000 Tiere werden nach Angaben der Tierschutzgemeinschaft mittlerweile versorgt. Darunter befinden sich über 1.770 Hunde, mehr als 1.000 Katzen und über 400 Rinder. Hinzu kommen die mehr als 600 Pferde sowie zahlreiche weitere Tiere.
„Die Zahl von über 10.000 geretteten Tieren ist ein Meilenstein in unserer Geschichte“, sagt Dieter Ehrengruber, Geschäftsführer und Stiftungsvorstand von Gut Aiderbichl. Gleichzeitig würden täglich neue Notrufe eingehen.
Immer häufiger geht es um ganze Tierbestände
Die Gründe, warum Tiere bei Gut Aiderbichl landen, sind unterschiedlich. Ein Teil stammt aus behördlichen Abnahmen. Zunehmend melden sich laut der Organisation aber auch private Tierhalter, die ihre Tiere nicht mehr ausreichend versorgen können.
Dabei spielen wirtschaftliche Schwierigkeiten eine immer größere Rolle. Auffällig sei zudem, dass sich Hilferufe nicht mehr nur auf einzelne Tiere beschränken. Immer wieder müsse für ganze Tierbestände eine Lösung gefunden werden.
Damit wächst auch der Aufwand für die dauerhafte Unterbringung. Gut Aiderbichl finanziert seine Tierschutzarbeit nach eigenen Angaben ausschließlich über Spenden. Neben Futter und Stallungen fallen insbesondere Kosten für Pflege und tierärztliche Betreuung an.
Für Sergeant beginnt unterdessen ein deutlich ruhigerer Lebensabschnitt: Statt Einsätzen bei der Münchner Reiterstaffel gehört der ehemalige Polizeiwallach nun zu den mehr als 600 Pferden, die bei Gut Aiderbichl dauerhaft versorgt werden.
Ein Beitrag von Thomas Leitner





