Reisemedizin: So schützt man sich vor Fernreise-Risiken

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Fernreisen bergen unsichtbare Risiken: Krankheiten, Ausbrüche, Impflücken. Warum ein Besuch beim Reisemediziner vorab entscheidend sein kann.

Unterschiedliche Klimazonen, fremde Erreger und schwankende Hygienestandards: Wer in die Ferne reist, setzt sich oft unbewusst gesundheitlichen Risiken aus. Eine gute Vorbereitung ist daher Pflicht – doch selbst gründliche Internetrecherche stößt schnell an ihre Grenzen. Denn: Was gestern noch unproblematisch war, kann heute schon ein akutes Risiko darstellen. Genau hier setzt die Reisemedizin an.

Individuelle Beratung statt Internet-Check

Reisemediziner betrachten nicht nur das Reiseziel, sondern den ganzen Menschen. Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien und Impfstatus werden mit Route, Reisezeit und Aktivitäten abgeglichen.


„Ein Backpacker in Südamerika hat ein anderes Risiko als eine Pauschalreisende im Hotel“, erklärt Erich Pawelka. Auch Medikamente spielen eine Rolle: „Wer etwa bestimmte Rheuma-Mittel nimmt, darf keine Lebendimpfstoffe erhalten.“

Gefährliche Trends: Dengue & Co.

Aktuelle Ausbruchslagen kennen Experten genau. So steigen weltweit die Fälle von Dengue- und Chikungunya-Fieber drastisch. Laut Pan American Health Organization wurden allein 2026 in Südamerika Hunderttausende Dengue-Fälle gemeldet.
Besonders tückisch: Die asiatische Tigermücke ist längst auch in Europa angekommen. Krankheiten, die früher „fern“ waren, rücken näher.

Europa nicht mehr verschont

Chikungunya breitet sich ebenfalls aus – sogar in Europa. Fälle in Frankreich und Italien zeigen: Auch hier steigt das Risiko. Neue Studien deuten darauf hin, dass sich die Viren auch bei niedrigeren Temperaturen verbreiten können als bisher angenommen.

Impfungen und Vorschriften beachten

Neben Ausbrüchen spielen auch Einreisebestimmungen eine Rolle. Für den Hadsch nach Mekka ist etwa eine Meningokokken-Impfung Pflicht, bei Einreise aus Risikogebieten auch Gelbfieber.

Basis-Schutz oft vergessen

Viele denken bei Reisen nur an exotische Krankheiten. Doch genauso wichtig sind Standardimpfungen. „Diphtherie, Tetanus oder Keuchhusten sind oft nicht mehr aktuell“, warnt Pawelka. Auch FSME bleibt ein Risiko – nicht nur in Österreich.

Ein Beitrag von Thomas Leitner


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